In dem Bewusstsein, dass die ersten Lebensjahre außerordentlich bedeutsam sind für Meine Mutter, Johanna Denkena-van Ophuysen,
zog mit uns Kindern, Meine Mutter:
Meine kinderlose Tante in Holland, Frau Anna
Beekman-van Ophuysen,
Ich sammelte die Blätter des Kunstkalenders
"Hyperion" meiner Mutter
In meiner ersten Stelle als Lehrerin an einer Grundschule
konnte ich |
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Sie
zeigten mir, daß die Hände, wenn sie unkontrolliert durch
irgendein Wollen,
Mein Mann richtete mir eine Dunkelkammer ein.
Natürlich machte ich die meisten Bilder von meiner Familie, die mein sehr geliebter Lebensmittelpunkt war.
Aus Pappmaschee formte ich Köpfe und fotografierte sie:
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Bei einer Tagung der Waldorfschulen 1976 in Stuttgart, die meine beruflichen und privaten Fragen aus der Sicht der Anthroposophie beleuchtete, und die bei mir etliche Einseitigkeiten, in die ich durch das damals sehr verkopfte Pädagogikstudium geraten war, ausgleichen konnte, hatte ich unter Leitung von Herrn Tittmann beim Arbeiten mit Kohle wieder das Erlebnis, daß das, was meine Hände da mit dieser neuen Technik (Kohle: Aus Grau wird Schwarz und Weiß) hervorbrachten, sehr viel mit mir zu tun hatte. |
Metamorphose | ||||||||||||||
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Eine Bleistiftzeichnung, wieder "ohne Wollen" entstanden, (stehend, mich wärmend, das Papier auf unserem warmen Kaminofen) zeigte mir, daß in mir viel Trauer war über den Verlust der Gebärmutter. (Vordergründig schien ich diesen ganz gelassen hinzunehmen.) | |||||||||||||||
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Viele Übungen folgten. In den Bildern zeigte sich meine (von meinem Vater geerbte) Liebe zur Schönheit von mathematischen Kurven, die ich auch in der Natur wiederfand. Ich versuchte, in den Bildern sowohl Spannung als auch Harmonie zu realisieren, (ein Bemühen, das sich sicher auch in der Gestaltung meiner Lebenswelt ausdrückte) |
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Viel Freude machten mir meine "Keimbilder“. Ich begann diese fast immer mit einer kleinen runden Form etwa in der Mitte des Bildes, die dann umfangen wurde und „wuchs“. Leider verwirklichte ich damals nicht die Idee, dieses Wachsen der Bilder durch Aufnahmen zu dokumentieren. In der Farbgebung war ich damals wohl noch recht unbeholfen und in der Formgebung war ich sehr streng und kontrolliert. Aber ich war vom Ergebnis damals so angetan, dass ich diese Bilder erstmals rahmte, in unseren Räumen an die Wände hängte und gerne damit leben konnte. |
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Ein 2-semestriger
Kurs bei dem |
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Sitzend auf
dem breiten Fensterbrett unseres |
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Im Laufe der
weiteren Übungen, mit Hilfe von Linien meinem Inneren näherzukommen,
kristallisierten sich Kürzel heraus: |
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Nachdem
mit der Zeit die Verpflichtungen der (durch einen Pflegesohn erweiterten)
Familie |
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Bei einer 10-tägigen Arbeitstagung in der Ebersberger Sägmühle bei Oberrot, die von Susanne Gerber organisiert und durch hilosophische Gespräche erweitert wurde, fand ich solch eine Gemeinschaft in idealer Weise.
Es entstanden u.a. unter der einfühlsamen Begleitung durch Heiner Knopf einige Eisenplastiken, die mir wieder zeigten: |
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Wenn
man sich ganz dem Spiel mit den bildnerischen Mitteln hingibt, begegnet
man seiner eigenen inneren Leider konnte diese Arbeitstagung im folgenden Jahr
nicht fortgesetzt werden, Bei der Suche nach Möglichkeiten, mit anderen
künstlerisch interessierten Menschen zusammenzuarbeiten, |
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Ich wurde
stark beeinflusst von Michael Klenk, der meine Malweise in
seiner Aktmalerei-Klasse in völlig neue Bahnen lenkte. Die
Linienführung wurde tastend, suchend, das Auftragen von Farbe
(Die Delikatesse der Farben, die sich bei dieser Technik "zufällig" ergeben, ist nur wahrnehmbar, wenn man sich den Bildern stark nähert. |
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Werner Mönch lehrte die Farbe. Gerne erkundete ich das Malen mit Eitempera und Tusche. Frei in der Themenwahl konnte ich bei ihm meine eigene intuitive Malweise mit der bei ihm gelernten Farbsensibilität verbinden. Er war es, der mir Hilfestellung gab bei meiner ersten Ausstellung außerhalb der Akademie (zusammen mit Peter Kurpiers und Beate Rauch.) |
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Peter Guth, wie Michael Klenk Schüler von Schoofs, lehrte Holzschnitt und -druck. Er vermittelte einen freien und sensiblen Umgang mit dem Sujet und eine akkurate Technik. Gerne hätte ich auf dem von ihm gewiesenen Pfad weitergearbeitet, wäre da nicht der Geruch der Druckfarben, den ich nur mit Widerwillen ertragen konnte |
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Franz Raßl war geduldiger und hilfreicher Begleiter bei der Erstellung von Gipsplastiken.
Wolfgang Bier und Gerda Bier unterrichteten leider nur kurze Zeit an der Akademie. Als große Vorbilder in ihrem Kunstschaffen habe ich sie aber sehr gerne wahrgenommen. |
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Eine fruchtbare Zeit also, und doch musste ich in dieser Zeit auch lernen, daß Neid und Mißgunst die Szene der Kunstschaffenden vergiftet, dass (sicher notwendiges) kommerzielles Denken Seilschaften (vornehmlich männliche) entstehen läßt, und daß der Drang, wahrgenommen zu werden, über die Maßen groß ist. Ich erfuhr, daß in meinem Geschlecht und in meinem Alter kein Weg mehr in die öffentliche Anerkennung führen würde: Ein von einer Bank finanzierter Kalender zeigte nur die Arbeiten meiner jungen Kommilitonen, in dem richtigen und nachvollziehbaren Bemühen, den jungen Leuten am Beginn ihres Berufslebens den Weg zu ebnen. Diesen Kalender, der von der Bank verschenkt wurde, nahm ich gerne und "verarbeitete" ihn in einer Collage. Meine Enttäuschung, noch "bereichert" durch belastende Erfahrungen im Privatleben, läßt sich gut ablesen in dem Bild "Trauer". Richtig erleichtert fühlte ich mich aber erst, als auch das Bild "Wut" entstanden war.
Ich erwog, eine Ausbildung zur Kunsttherapeutin zu machen, verwarf diesen Gedanken aber wieder, als ich hörte, dass es ein Überangebot an Kunsttherapeuten gab.
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Auch auf alte Ausdrucksformen griff ich zurück:
Bei dem Besuch auf Schloß Moyland 1998 begegneten mir auch die Arbeiten von Joseph Beuys. Sie beeindruckten mich tief. Ich verabschiedete mich von der starken Farbigkeit, die mir eine Zeitlang viel Freude gemacht hatte, und mir in meiner Selbstwahrnehmung so hilfreich gewesen war. Durch "Zufall" erhielt ich 9 große Sperrholzplatten, (Abfall nach einem Messeabbau, 1,11m x 1,45 m)
Eine weitere kleinformatige Serie entstand. Daß Gelb, Licht(?) dazukam, ließ ich gerne zu. Die eigenen Kinder, meine ersten "kreativen
Produkte“, machten mir Mut und legten es mir sogar So gestaltete ich eine Einzelausstellung
in Tauberbischofsheim im Rahmen der "KunstRegionBahn 2000" |
Für die nächste Serie fand ich die Rückseiten von Zeichenblöcken. Auf diese Pappen klebte ich
verschiedene Seidenpapiere, sehr durchsichtig, diaphan, und "genoß die
Wirkung." ( Die Lektüre von Jean Gebser "Ursprung und Gegenwart", die ich begeistert
aufgenommen hatte, führte mich wohl hierher.) Doch ohne die schwarzen Anteile waren mir die
Arbeiten zu ätherisch. Ich brauchte noch die kräftigen schwarzen Akzente. und auch das Rot.
Inhaltlich schienen sie für mich so etwas wie ein Lebenslauf geworden zu sein.
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Auf den großen Sperrholzplatten entstanden weitere Bilder. Daß das Packpapier und die Seidenpapiere (Verpackungsmaterial aus Schuhkartons), die ich verwendete, mit der Zeit verblassen würden, nahm ich wahr und akzeptierte es, ja, wurde sogar neugierig, wie sich die Bilder im Laufe der Jahre verändern würden.
Als ich für den Kunstverein 2006 die Mitglieder- Ausstellung kuratierte mit dem Jahres-Thema "Schrift", fand ich, nach näherem Hingucken, daß tatsächlich in dem letzten meiner großen Bilder Schrift zu finden war: Ich hatte wegen seiner passenden Brauntöne einen Teil eines früher mal ausrangierten verblichenen und eingerissenen Schutzumschlags um eine Rembrandtbiografie in mein Bild eingefügt. Nun schaute ich näher hin. Was stand denn darauf? Wenn ich das Bild einreichen wollte zur Ausstellung "Schrift" sollte ich das ja wohl wissen. Und so stieß ich an zentraler Stelle, zwischen "Augen" und bei Pfeilen auf folgendes Emblem
INRI----- ADAM+ TE+ DAGERAM----- AMRTET+ ALGAR + ALGASTNA In der Hoffnung, daß mir ein Sprachkundiger dieses übersetzen könnte, wandte ich mich an die Bibliothek in Wolffenbüttel. Von dort erhielt ich den Hinweis, es handele sich hier um einen Ausschnitt aus einer Rembrandt-Radierung, die im Amsterdamer Rejksmuseum hänge. Das darin enthaltene Kryptogramm sei noch nicht entschlüsselt, man vermute, es sei ein Anagramm.
In den
Jahren 2007/8/9 ging es mir gesundheitlich sehr schlecht. Doch wieder erfuhr ich, dass für mich Kunst immer etwas mit Finden zu tun hat: Die Reproduktion eines Bildes von de la Tour (Geburt Jesu mit Maria und ihrer Mutter Anna), die ich meiner Tochter zur Geburt ihres ersten Sohns ins Kinderzimmer gehängt hatte, stand zum Wegräumen im Nähzimmer. Ebenfalls lagen dort zwei Figuren, die ich vor vielen Jahren aus Fimo geformt hatte und deren eine damals von mir, die andere von meiner Schwiegermutter voller Begeisterung eingekleidet worden waren. Diese Kleidung mußte gewaschen werden. Meine Enkelin Mareike (6 Jahre alt) übernahm das Wieder-Einkleiden, wickelte die Liegende in einen kleinen handgewebten Teppich, der einen Stammbaum darstellte und legte die eine Figur der anderen auf den Schoß. --- Das sah ich, rückte alles noch ein wenig zusammen und holte den Fotoapparat. Mein Mann baute mir ein Podest. Mit dem Foto und den Figuren in einer etwas anderen Beziehung zueinander auf dem Podest nahm ich an der Ausstellung des Künstlerbundes teil.
Thema: „ Begleitet 1“ und
„Begleitet 2“
Zu meinerGenesung trug entscheidend bei, daß ich täglich mit dem Hund und oft mit den Kindern meiner Tochter und immer mit dem Fotoapparat lange Spaziergänge zu einem See machte, der mir immer vertrauter und zu "meinem" See wurde. Und ich merkte, wie mein Sehen weiter geschärft wurde.
Natürlich machte ich nicht nur diese Aufnahmen vom immer gleichen Standpunkt aus, sondern entdeckte viele Schönheiten am See und an den zu- und wegführenden Bächen. Das "Schönheiten -Sammeln" wurde mir zum Höhepunkt meiner Tage und ich dehnte es aus auch auf die Baustellen, die in diesem Bereich für eine Umgehungsstraße sorgen sollten.
Kleinste Schönheit entdeckte ich an alten, verblühten Rosen, deren Stacheln.
Im Frühjahr 2010 lud unser Freund Gunter König mich ein, meine Arbeiten in seinem „Kunstraum S.A.L.Z.“ auszustellen. Ich
stellte die Ausstellung unter das Thema "Im konzentrierten Spiel Energie
erleben" und bot eine Auswahl aus 20 Jahren Kunstschaffen an. Obwohl die
Ausstellung über die gut besuchte Vernissage hinaus nur wenig wahrgenommen
wurde, war sie für mich ein Erfolg: Ich lernte (via Internet!) eine junge
Theologin aus Tübingen, Frau Dr. Anne Käfer, kennen, die sich mitten in ihrem Vikariat befand,
kurz vor ihrer Habilitation stand und
die trotzdem gerne bereit war, mit einem Vortrag in meine Ausstellung
einzuführen. Als mich während dieser Ausstellung die Nachricht aus meinem
Künstlerbund erreichte, ich könne im
Herbst 2010 in mehreren Räumen des Crailsheimer Spitalmuseums
ausstellen, griff ich sofort freudig zu. Ja, es gehört das Ausstellen zur künstlerischen Arbeit dazu. Die
geschaffenen Werke müssen ins Leben hineingestellt werden, damit sie sich vom
Künstler lösen und in die Welt hinein wirken können. Je mehr Betrachter sich
wirklich auf die Werke einlassen, desto größer wird deren „Aura“. Deshalb sind
die Künstler so „gierig“ auf gute Ausstellungsmöglichkeiten, obwohl das Ausstellen viel Zeit und finanziellen
Einsatz fordert. Doch das schöpferische Tun lässt sich nicht zwingen. Das erleben viele
Künstler als sehr schmerzhaft. Und oft gelingt der Durchbruch nach einer
Schaffenspause erst, wenn etwas Neues aufgebrochen ist. Zur Ausstellung des Künstlerbundes
im Oktober 2010 (Thema „ZWEI“) nahm ich noch mit zwei kleinen Collagen und einem Holzdruck teil, danach zeigte ich auf der
Mitgliederausstellung des Künstlerbundes 2011 zum Thema Spiegelung sowohl Collage
als auch Fotografie. In der Verkaufsausstellung des Künstlerbundes im Arbeitsamt im Dezember 2011 bot ich erstmals meine
Arbeiten zum Verkauf an. (6 Drucke von Holz und Glas auf Papier, von 1997) Ich möchte diesen Bericht nicht (wenn auch
nur vorläufig) schließen, ohne meinem Lebensgefährten,
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